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Wasserbett Geschichte und Medizin

Schon die alten Perser und Römer vor  3000 Jahren nutzten das Wasserbettprinzip. In die vernähten und mit Pech verschlossenen Ziegenhäuten wurde Wasser gefüllt, um darauf zu schlafen. Diese frühen Wasserbetten konnten kühlen, wenn sie nachts in der kalten Wüstenluft abkühlten oder mit  kaltem Wasser gefüllt wurden oder wärmen, wenn sie in die Sonne gelegt wurden. Das Wasserbett wurde aber erst im 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. 1885 wurde das Wasserbett dann in Serie verkauft. Besonders wegen der medizinischen Wirkung des Wasserbettss, z. B. gegen Dekubitus, wird das Bett von den Ärzten empfohlen. Wasserbetten werden i. d. R. elektrisch geringfügig beheizt und sind im Idealfall mit einer Netzfreischaltung gegen elekromagenitsche Fedler ausgestattet.

 

 

Erfinder des Wasserbettes in Europa aus medizinischen Gründen,

Ferdinand von Hebra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ferdinand von Hebra

Ferdinand von Hebra, geboren als Ferdinand Karl Franz Schwarzmann, (* 7. September 1816 in Brünn; † 5. August 1880 in Wien) war ein Dermatologe. Er wird als Begründer der wissenschaftlichen Lehre von den Hautkrankheiten angesehen.

Ferdinand wurde als Sohn der Aloysia Friederike Slawik geboren, welche von ihrem Gatten getrennt lebte. Daher erhielt das außereheliche Kind den Geburtsnamen der Mutter, Schwarzmann. Sein unverheirateter Vater war Feldkriegskommissär Johann Hebra. Er war Zivilbeamter im Offiziersrang und heiratete Aloysia, als diese 1830 Witwe wurde. Sie starb aber bereits 1833. Mit 24 Jahren adoptierte er seinen Sohn, als dieser volljährig geworden war. Vater und Sohn hatten ein gutes Verhältnis, da die beiden ab 1838 zusammen lebten und auch nach Hebras Heirat mit der Tochter des k.k. Hofskekretärs Hermann von Hunze im Familienverband lebten.

Als junger Arzt musste er im Rahmen seiner Ausbildung auf der Abteilung für Innere Medizin die Patienten mit „Krätze“ betreuen. Diese Tätigkeit besaß unter den Ärzten damals das geringste Ansehen, und wurde traditionell auf die jüngsten Kollegen abgeschoben. Damals gab es die Dermatologie an sich noch nicht, die Erkrankungserscheinungen an der Haut wurden von Internisten mitbehandelt. Doch Ferdinand von Hebra entwickelte ein großes Interesse an den Hautkrankheiten, und es ist ihm zu verdanken, dass heutzutage die Dermatologie als eigenständige medizinische Fachdiziplin überhaupt existiert .

Im Wiener Allgemeinen Krankenhaus übernahm er – als erster Ordinarius für Dermatologie in Österreich überhaupt – mit 29 Jahren die Abteilung für Hautkrankheiten und entwickelte eine neue Terminologie und neue Therapieformen. Er wies nach, dass es sich beim Erreger der Krätze um einen Parasiten handelt. Außerdem erfand er das Wasserbett zur Prophylaxe bzw. Behandlung von Dekubitalgeschwüren. Berühmt wurde er durch seinen „Atlas der Hautkrankheiten“ (1856, illustriert durch Anton Elfinger) und das „Lehrbuch der Hautkrankheiten“ (1878, zusammen mit Moritz Kaposi). Er erhielt viele Auszeichnungen und wurde vom österreichischen Kaiser 1877 in den Ritterstand erhoben, wobei sich seine uneheliche Geburt nicht als Hindernis erwies.

Er hatte mit seiner Frau Johanna sieben Kinder. Sein Sohn Hans von Hebra wurde später ebenfalls Professor für Dermatologie in Wien. Ein anderer Sohn fiel in Königgrätz, eine Tochter heiratete später Hebras jüngeren Freund, Mitarbeiter und Nachfolger Professor Moritz Kaposi, welcher ursprünglich Kohn hieß.

Sein ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Hernalser Friedhof (Gruppe AR, Nummer 34) in Wien.

 

Wolf-Dietrich Wittels

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wolf-Dietrich Wittels (* 19. Juli 1921 in Wien; † 3. März 1979 ebenda) war ein österreichischer Dermatologe, der sich vor allem mit der Behandlung der Verbrennungskrankheit beschäftigte.

Leben

Wolf-Dietrich Wittels

Wittels begann 1939 sein Medizinstudium in Wien. 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Den Kriegsdienst versah er in der Sanitätsabteilung einer Panzerdivision an der Ostfront und in Italien. Schon in dieser Zeit konnte er wesentliche Erfahrungen bei der Behandlung von Erfrierungen und Verbrennungen sammeln. 1945 wurde er selbst schwer verwundet.

1948 promovierte er an der Universität Wien zum Doktor der Medizin. Er wurde Assistent an der I. Universitätshautklinik in Wien unter den Klinikleitern Leopold Arzt (1883-1955) und Josef Tappeiner (1909-1996).

An den Wiener Universitätskliniken war die Behandlung der Verbrennungsunfälle traditionell an der Hautklinik beheimatet. Dies war bedingt durch die Entwicklung des „Wasserbettes“ durch den Klinikchef Ferdinand von Hebra (1816-1880). Wittels beschäftigte sich intensiv mit der Modernisierung der Behandlung der Verbrennungskrankheit, leitete die „Wasserbett-Station“ und entwickelte die homologe und heterologe Haut-Transplantation aus ihren klinischen Anfängen zu einer Routinemethode.

Er habilitierte sich 1962 über die Möglichkeiten des großflächigen Hautersatzes in klinischer und experimenteller Sicht. In dieser Arbeit beschrieb er erstmals in der medizinischen Literatur die Verwendung von Spalthauttransplantaten embryonaler Kälber zur Deckung von menschlichen Hautdefekten.

In weiterer Folge wurde er Stellvertreter des Klinikchefs und zum Universitätsprofessor ernannt. 1975 wurde er zum Leiter der Abteilung zur Behandlung der Verbrennungskrankheit an der I. Universitätshautklinik bestellt. Er begann noch mit der Planung der ersten österreichischen Verbrennungsintensivstation für das neue Allgemeine Krankenhaus (AKH) der Stadt Wien. 1979 verstarb er an einer Spätkomplikation seiner Kriegsverletzung.

 

Medizinische Aussagen von Fachpersonen (USA)

Wasserbetten haben die beste Oberfläche, um darauf zu schlafen. Die Wärme, die sanfte Bewegung des Wassers, die Tatsache, daß der Körper ganz und gleichmäßig unterstützt wird, sind sehr wichtig für die wohltuenden Eigenschaften des Wasserbettes.
Dr. D. Silver, Santa Monica, USA-Kalifornien

Eine harte Bettoberfläche, die den Körper nicht gleichmäßig trägt, kann das Rückgrat in bizarre, unkomfortable Stellungen bringen. Dies bewirkt übermäßigen Druck auf Sehnen und Muskeln und bedingt Rückenschmerzen.
Dr. D. Silver, Santa Monica, USA-Kalifornien

Über Patienten mit Ostheoarthritis und Bandscheibenschäden: "Ich habe diesem Mann ein volles Heilprogramm mit Streckübungen und Medikamenten verordnet, zudem ein Wasserbett. Innerhalb von einer Woche waren seine Rückenschmerzen so gelindert, daß er die Medikamente nur noch gelegentlich einnehmen mußte.
Dr. D. Silver Santa Monica, USA-Kalifornien

Wenn ein Körper auf einem Wasserbett ruht, übernimmt das Wasser die Arbeit der Muskeln. Nur durch das Wasserbett kann die gesamte Muskulatur des Rückens entspannt werden.
Dr. Gaylen Johnson, Fresno, USA-Kalifornien

Auf dem Wasserbett steigt das Wohlbefinden entscheidend, es trägt den ganzen Körper viel besser als ein normales Bett. Die Wärme ist ein wichtiger Faktor, um Verkrampfungen zu lösen.
Dr. D.D. Stierwalt, Kimperly Chiropractic Clinic, Davenport, USA-lowa

Patienten, die unter Schmerzen irn unteren Rücken und anderen Problemen litten, halfen Wasserbetten am meisten.
Dr. Merle Boyce, Bay Harbor Hospital, Torrance, USA-Kalifornien

... eine Patientin, die von einer sehr schmerzhaften Arthritis befallen war, konnte sich schon nach einer Woche Liegen auf dem Wasserbett selbst drehen und die ganze Nacht durchschlafen.
VJ. Vorie, R.N. Clifton Springs Hospital and Clinic, USA

Das Liegen auf dem Wasserbett bot dem Patienten wesentlich größeren Komfort und förderte die Blutzirkulation. Somit mußte der Patient nicht so häufig umgedreht werden. Das Wasserbett bietet fast keinen Widerstand gegen die Bewegungen der Patienten, womit der Druck auf die empfindlichen Stellen stark verringert wird.
Dr. Merle Boyce, M.D.Bay Harbor Hospital, Lomita, Californien und Bay Harbor Rehabilitation Center, Torrance, Californien

Für Menschen, die seit Jahren an Einschlafstörungen oder Schlaflosigkeit leiden, beinhaltet der therapeutische Effekt des Wasserbettes unter anderem eine wirksame Hilfe zum besseren Einschlafen; die Fähigkeit zum Schlafen bei minimaler medizinischer Behandlung; längere Schlafperioden mit weniger Unruhe und weniger Aufwachen während der Nacht; ein Gefühl des Erholtseins und weniger Depressionen am Morgen.
Dr. M.V. Kline

90% der Patienten, die wir befragt hatten, berichteten von dem wohltuenden Effekt des Schlafens auf dem Wasserbett.
Dr. D. Stierwall, Davernport, USA-lowa

... ist das Wasserbett der herkömmlichen Matratze bei weitem überlegen, was das Wundliegen bei bettlägerigen Patienten betrifft. es schützt besonders die knochigen Körperpartien und reduziert den Oberflächendruck drastisch ...
James A. Lilla, M.D.- Standford University Medical Center, Palo Alte, USA-Kalifornien

... bei orthopädischen Problemen, mehrfachen Brüchen, Problemen des Rückgrates, nach Operationen, Bandscheibenschädigungen, starken Wehen, Krebs, Altenpflege usw. Durch den Gebrauch von temperierten Wasserbetten konnte in einigen Fällen das Verabreichen von Medikamenten verringert werden, bzw. die Behandlung bereits vorhandener Geschwüre positiv beeinflußt werden ...
Dr. M. Boyce, M.D.Bay Harbor Hospital, Lomita, USA-Kalifornien
Aus: Untersuchungen über Wasserbetten bei der Behandlung von chronisch erkrankten Patienten.


Prof. Dr. Thomas Vischer, Rue St. Victor 26, 1227 Genf

In einem Interview mit der Gesundheitszeitschrift OPTIMA erklärt Prof. Dr. Thomas Vischer wörtlich:

"Als wichtiger Vorteil von Thermalkuren stehen dem Patienten grosse Warmwasserbecken zur Verfügung. Dabei ist die Wärme wichtiger als die Zusammensetzung des Wassers, weil sie die Muskeln entspannt und chronische Schmerzen lindert."

im Mai 1989/ThV